Brummt der Amaretto nach?

Liebe Freunde des Kombinats,

zuerst ein paar kleine Fakten zur kommenden Woche: Heute ist meteorologischer Winteranfang. Da das aber den meisten aber völlig egal ist, gehen wir auch nicht weiter drauf ein. Die Tatsache, dass wir in den kommenden Wochen kein Boot fahren werden, keine Picknicks veranstalten und nicht am See baden werden, lässt sich auch ohne dieses explizite Meteorologen-Event ziemlich einfach an der Außenwelt ablesen. Interessanter wird es da schon am Freitag. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik soll ein linker Politiker zum Ministerpräsidenten eines Bundeslandes gewählt und dann ernannt werden. Das ist schon ein starkes Stück, oder? „Einer von den Stasispitzeln soll unser Thüringen regieren?“ Oh Mann, so hörte ich es einige Male auf der Straße in den letzten Wochen. Dass den Etablierten das nicht gefällt kann man an den Unmutsäußerungen unseres Bundespräsidenten genauso ablesen, wie an der regionalen Berichterstattung der Buntzeitungen.

Am spannendsten finde ich persönlich den Sachverhalt, dass Bodo Ramelow nun eine einmalige Gelegenheit hat, sich die Akten über ihn selbst aus den Jahren 1996 bis 2005 zu betrachten. Also ich würde das machen. Vor allem wenn man mich als Westdeutschen medial trotzdem immer mit einem Überwachungsstaat in Verbindung bringen will. Am Freitag wählt das Thüringer Parlament ihren Ministerpräsidenten und wir können gespannt sein, was den Gegnern des linken Politikers bis dahin noch einfällt. Wenn Bodo Ramelow dann am Nachmittag bzw. frühen Abend nach Hause kommt, heißt es auch schon: Schuhe putzen! Denn wie jedes Kind weiß, kommt am Samstag in aller Früh, oder in der Nacht davor (das weiß keiner so genau), der Nikolaus und steckt uns Zeugs in den Schuh. Wir erinnern uns gern an den Lebkuchenstern, der irgendwie etwas käsig roch und schmeckte. Nicht wahr?

Derzeit geh ich gern ins Stadtzentrum. Auf den Weihnachtsmarkt. Die Geräusche, Gerüche und diese Flut an optischen Reizen lässt mich die Besoffenen vergessen machen, die einem irgendwie alle 25m begegnen. Wo kommen die alle her, wie kommen sie nach Hause und wer hilft ihnen später in ihr Nachthemd? Denn so wie ich das betrachte, sind die Chancen bei den meisten sehr gering, selbstständig das mittigste Loch zu finden.

Wir im Kombinat finden Weihnachten gut. Und auch wenn alle Traditionen von Industriezweigen benutzt werden und wir wahrscheinlich nicht eine freie Entscheidung treffen, liegt es trotzdem in unserer Hand, es uns gemütlich zu machen und unsere Räume mit Menschen zu füllen, die wir lieben. Oder auch mit Dingen, das ist jedem selbst überlassen. So mancher soll schon in der Weihnachtszeit sein Motorrad ins Wohnzimmer gestellt haben, „um es sich gemütlich zu machen“. Das geht aber nur Parterre, können wir ja gleich verraten.

Das Kombinat Süd wünscht allen Nussknackern, Realos und Mitarbeitern eine schöne Woche. Und wir haben den ultimativen Tipp für alle Glühweinschlürfer mit darauffolgenden Schmerzen im kognitiven Zentrum. Pro Glühwein mit Schuss ein halbes Glas Wasser.

(Trinken!)

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