Große Worte kleine Taten

Liebe Freunde des Kombinats,

dies ist unser letzter Flurfunk für das Jahr 2014 und wir das Kombinat wollen ein letztes Mal die Aufmerksamkeit von euch Coworkern, Lesern und anderweitig Interessierten auf uns lenken. Wir haben einiges besprochen in den vergangenen Monaten und es hat sich herausgestellt, dass unsere Welt eben nicht nur aus „Wetten, dass..?“, veganer Möhrensuppe und iPhone6 Updates besteht, wie man es manchmal denken könnte, wenn man mit Menschen auf der Straße redet. In den kommenden Tagen werden wir die Jahresrückblicke über die Bildschirme flimmern haben und die Zeitungen werden voll von bunten, funkelnden Bildern sein, die uns das Jahr im Kopf abschließen lassen. Ich freue mich schon auf das breite Lächeln unseres Lenkwaffenpfarrers, als er den deutschen Fußballweltmeistern das silberne Loorbeerblatt überreichte. Und ich kann es kaum erwarten die Karriere von Michael Schumacher nochmal Paroli laufen zu lassen (oder wie das heißt)! Bestimmt sagt uns die Kanzlerin in ihrer Neujahrsansprache wieder, dass wir ein erfolgreiches Jahr hinter uns, viel viel vor uns haben und alle an einem Strang ziehen müssen, um unsere groß gesteckten Ziele zu erreichen. Es klingt nicht nur jedes Jahr immer gleich, ich glaube sogar, es ist jedes Jahr derselbe Text, den wir von unserem Staatsoberhaupt vorgelesen bekommen. Es macht sich doch sowieso niemand die Mühe, das nochmal nachzulesen. Und das wissen sie.

Man kann das Jahr 2014 auch anders betrachten. Man könnte auch sagen GAZA ist plattgemacht, die Ukraine im absoluten Chaos, der gesamte nahe Osten in Brand, die europäische Wirtschaft im Eimer, die weltweite Überwachung entlarvt und der Glaube der Bevölkerungen endgültig zerstört. Sollten wir am ersten Weihnachtsfeiertag wieder eine Flutwelle am anderen Ende der Welt haben, kommt noch der Klimawandel dazu. Wenn ich mir morgen überlege, gegen irgendwas zu demonstrieren, weiß ich als Autonomalverbraucher gar nicht, wo ich zuerst mitmachen soll. Es ist echt viel!

Und um es nochmal in den Worten aus der Schumacherberichterstattung zu formulieren. Der Zustand unseres Planeten hat sich leicht destabilisiert, ist aber weiterhin kritisch und kurz vor sehr kritisch, allerdings besteht im Moment keine akute Lebensgefahr. Versteht ihr? Alles cool.

Da wir im Kombinat vorerst nicht die Möglichkeiten haben, die Welt aus ihren Angeln zu heben, wollen wir im kommenden Jahr noch viel mehr die kleinen Probleme der Menschen lösen helfen. Die Idee, dass die kleinen Veränderungen große Wirkung zeigen können haben wir uns zur Leitidee gemacht und wollen noch viel engagierter und noch besser aufgestellt im kommenden Jahr dabei behilflich sein, jedem engagierten Bürger in Jena und Umgebung (und der ganzen Welt) die Möglichkeiten zu geben, seine Träume zu verwirklichen. Egal was du vor hast, egal woran es fehlt, egal wo du herkommst und egal wer du bist, stell uns dein Projekt vor und zeige uns deine Probleme auf. Es wäre doch gelacht, wenn uns da nichts einfällt.

Bis es aber so weit ist, setzen wir uns in den kommenden Tagen in die brütend heißen Wohnzimmer unserer Großeltern und schauen nur heimlich auf unsere Handys.

Wir vom Kombinat Süd wünschen euch allen ein wundervolles Weihnachtsfest. Liebt euch nicht nur nonverbal, sondern nehmt die großen Worte in den Mund und lasst ihnen kleine Taten folgen.

Alles Gute für das neue Jahr für immer, euer Kombinat Süd.

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