AVGS – Aktivierungsgutschein

Wer und Was werden gefördert?

Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein ist eine Maßnahme der Agentur für Arbeit um Gründungen aus der drohenden bzw. bestehenden Arbeitslosigkeit zu unterstützen. Es soll nötiges Wissen des Gründers aufgebessert oder grundlegende Kenntnisse vertieft werden. Die möglichen Kenntnisvertiefungen sind vielfältig. Dazu zählt beispielsweise das Erfassen von Rechnungswesen, Buchhaltung, Marketing, etc. Um diese Leistungen zu erhalten, wird dem Beantragenden ein Gutschein ausgestellt, der bei einem zugelassenen Berater eingelöst werden kann. Der Gutscheininhaber kann sich den zugelassenen Berater selbst suchen. Der Gutschein ist somit eine zusätzliche Hilfe für Gründer, um nötige Beratungsleistungen finanzieren zu können. Gefördert werden Einzelberatungen bzw. Coachings.

Umfang und Höhe der Förderung.

Der Umfang ist mit dem jeweiligen Arbeitsvermittler zu besprechen. Der Gutschein ist zeitlich und regional begrenzt. Dabei fällt kein Eigenanteil für den Gutscheininhaber an.

Voraussetzungen

In der Praxis wird in Jena ein ALG I Anspruchsberechtigter nach seiner Vermittelbarkeit in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis eingeschätzt. Sollte die Prognose günstig sein, wird er in der Regel keinen AVGS bekommen. Bei Leistungsbeziehern von ALG II und Erwerbsaufstockern untersteht die Ausstellung des Gutscheins auch offiziell einer Ermessungsgrundlage des Jobcenters. Beantragt werden kann der Gutschein, wenn man als arbeitsuchend gemeldet ist bzw. auch nur von Arbeitslosigkeit bedroht ist. Dazu zählen Personen, die unter die Gruppe der Ausbildungssuchenden, Hochschulabsolventen, Arbeitnehmern vor der Kündigung oder Ende der Befristung, Berufsrückkehrern etc. fallen. Es wird auf Grundlage der jeweiligen Umstände des Einzelfalles geprüft, ob eine Gewährung der Leistung in Betracht kommt. Letztlich liegt die Entscheidung über die Bewilligung in den Händen des zuständigen Sachbearbeiters oder Fallmanagers.